In der Süddeutschen Zeitung schreibt der Münchner Systematische Theologe Friedrich Wilhelm Graf über die beiden religionskritischen Bücher von Richard Dawkins und Christopher Hitchens, wobei er Dawkins als “biologistischen Hassprediger” und Hitchens als liberalen Skeptiker bezeichnet. Der Artikel ist sehr lesenswert. Dann folgen, wie in der Onlineausgabe üblich Kommentare und hier geht es dann richtig zur Sache. Die Anhänger von Dawkins These, äußern sich kritisch darüber, das Theologen sich dazu äußern (die hängen ja schließlich mit drin) und es wird beschimpft, beleidigt und verurteilt. Massenweise Menschen, die es schon lange wissen, wie das mit der Religion so läuft, das Gott von den Menschen nur ausgedacht ist und so weiter und so weiter. Dabei natürlich immer wieder die gleichen Argumente. Ähnliches habe ich auch schon von Konfirmanden gehört. Manchmal möchte ich einfach nur sagen: “Um das zu behaupten, was ihr da behauptet, seid ihr eigentlich zu doof”, aber damit würde man sich ja auf ein ähnliches Niveau begeben. Man könnte natürlich auch mit dieser Karikatur antworten, aber das wäre vielleicht ein bisschen platt. Mein Rat: man sollte sich einfach ersmal darüber klar werden, an welcher Stelle im Universum man sich befindet, bevor man sich aufschwingt und versucht die Welt oder Gott zu erklären.
Sep 12





14. September 2007 um 14:47
“Die Anhänger von Dawkins These, äußern sich kritisch darüber, das Theologen sich dazu äußern (die hängen ja schließlich mit drin) und es w…”
Auch eine Möglichkeit einer Diskussion aus dem Weg zu gehen und durch die Blume zu verstehen zu geben, dass man lieber einen Monolog führen möchte. Wer darf sich denn dann statt der Theologen zu dem Thema äußern, die örtliche Metzgerinnung, wenn sie denn keine Kirchgänger sind?
14. September 2007 um 14:58
Es geht glaube ich weniger um den Monolog als um die Grundthese, Religion sei nur etwas für doofe und die Aufgabe der Theologen sei eben diese Doofheit aufrecht zu erhalten. Es ist also die alte These von der Unterdrückung der Massen mittels der Religion. Eigentlich ist es aber auch die gleiche These, die hinter fast allen Verschwörungstheorien steckt: Die Kirche kennt die Wahrheit und verschweigt sie, weil sie sonst ihre Macht verliert!