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Es ist vollbracht! Heute liegt dann auch, nach der ersten von vierzehn Tagen, die zweite Konfirmation hinter uns. Zwei mal den gleichen Gottesdienst, nur mit verschiedenen Konfirmanden und Täuflingen.
Bei Konfirmationen ergibt sich ja immer eine sonst eher seltene Mischung aus Kirchenfernen und Kerngemeinde, die den Gottesdienst zu etwas besonderem macht. Manchem kann man die Unsicherheit direkt an der Nasenspitze ablesen, andere trauen sich auch halblaut ihren Unmut kund zu tun. Andere freuen sich das Kirche mehr spass machen kann, als sie gedacht hatten und die Kerngemeinde bringt sich mit kritischen Fragen ein. So wurde, wie sollte es auch anders sein, natürlich bemängelt das es englische Lieder gab, die die Gemeinde nicht kannte und auch gar nicht mitsingen konnte. Auch das Benehmen der Kirchenfernen stieß natürlich auf Kritik.
Alles in allem waren es aber zwei schöne Gottesdienste und ich bin gespannt wie viele Konfirmierte sich noch in der Gemeinde sehen lassen. Und weil es heute James Bond im Fernsehen gibt, folgt nach dem Klick noch mein “Wort aus der Jugend:” [weiter]
Konfirmation 2007. Da springt es einem gleich ins Auge: 007.
So war unser Motto geboren. K007…mit der Lizenz zum Beten.
Konfirmandenunterricht und Geheimagenten, wie geht das zusammen, mag sich mancher fragen.
Mir fallen dazu mehrere Dinge ein:
Zum einen das Geheimnis. Ein Theologe hat einmal den Glauben als „Wege im Geheimnis Gottes“ bezeichnet. Geheimnis. Vieles kann man nicht einfach verstehen, seine Spuren sind nicht immer einfach zu entdecken und er wirkt oft im geheimen. Wir haben versucht, euch in den vergangenen 2 Jahren das nötige Handwerkszeug für diesen Geheimdienst mit auf den Weg zu geben: wie ist Gott, wie kann man seine Spuren entdecken, wie wirkt Gott im Leben von Menschen.
Dazu konnten wir euch allerdings keine tollen Gadgets mitgeben wie Q in den James Bond Filmen, sondern nur dieses Handbuch hier. Explodiert nicht, schießt keine Pfeile ab und ist auch nur bedingt zur Selbstverteidigung geeignet, hilft aber auf der Suche nach Gottes Geheimnissen.
Jetzt am Ende der Konfirmandenzeit seit ihr also Geheimagenten seiner Majestät geworden.
Auch wenn Agenten wie James Bond oft alleine arbeiten, kann so ein Agent nicht alles alleine, er braucht ein Team und ein Netzwerk. Mit eurer Konfirmation tretet auch ihr in ein weltweites Netzwerk ein: die Christenheit: Überall auf der Welt vertreten, Agenten in allen Ländern und wir hier als Gemeinde sind mit euch sein Team vor Ort.
Ihr seid ab jetzt zwar ein bisschen mehr auf euch selbst gestellt; ihr seid jetzt nämlich für euren Glauben selbst verantwortlich und Gottedienstbesuchspflicht und wöchentlich Konfer sind Geschichte, aber eure Geschichte mit Gott und seiner Gemeinde geht jetzt erst richtig los.
Eine Sache allerdings ist anders wie bei James Bond:
Wenn ein Erzschurke, der die Weltherrschaft an sich zu reißen versucht, irgendwo eine Bombe deponiert hat, die James Bond dann versucht zu entschärfen gelingt ihm das in letzter Minute und die Zeit bleibt genau bei 007 stehen.
Bei euch aber, soll es nicht 2007 stehen bleiben sondern es geht weiter. Vieles was ihr jetzt entdeckt habt, entwickelt seine Sprengkraft vielleicht erst später im Leben. Aber wir wünschen euch, das ihr das Handwerkszeug dazu hier mitgenommen habt. Ihr seid Geheimagenten seiner Majestät. Willkommen als Mitglieder dieser Gemeinde. Lasst und gemeinsam noch viel von seinen Geheimnissen entdecken.





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