Jan 08
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Wirtschaftskrise?

so haben wir
alle spekuliert

dass der eine
reich wird
auf kosten
der anderen

jetzt sind viele
arm dran

so haben wir
nicht spekuliert

dass der eine
arm wird
zum heil
der anderen

jetzt sind alle
reich beschenkt

gott
wer hätte
das gedacht
mensch

rené maria possél [gefunden bei: Gott.net]

Oct 31

In der letzten Woche im Predigerseminar hatten wir die große Ehre Schulunterricht halten zu dürfen.
Mich traf es mit einer Mitvikarin zusammen in der Hauptschule in Landau eine Stunde Reli-Unterricht in der 7. Klasse zu geben. Thema war die Einführung in das Thema: “Arbeit” und der Vorgeschlagene Titel “Arbeit – muss das sein?”.
Während wir im RPZ-Ludwigshafen über den Unterrichtsentwürfen brüteten (leider war fast alles zum Thema Arbeit gerade ausgeliehen), fiel mir plötzlich der Deichkind-Song “Arbeit nervt” ein.

Ich hatte den Clip neulich zufällig auf MTViva gesehen und der Refrain ging mir lange nicht mehr aus dem Kopf. Also Vorschlag auf den Tisch, iTunes an und der Entschluss war so gut wie gefallen.
Wir haben dann noch schnell einen Plan-B entwickelt falls der Vorschlag wegen der doch deutlichen Sprache und Metaphorik des Songs in der Gruppe durchfällt, aber auch nach der Besprechung im Kurs blieb es dabei. Die Stunde lief dann ganz gut und die Schüler und Schülerinnen haben sich sogar kritisch zum Text geäussert (vor allem die Damen fanden den Text zu versaut und den Inhalt zu assozial). Nur den Refrain bekommt man einfach nicht mehr aus dem Kopf.

Oct 31

Der Rowohlt-Verlag vermarktet das Buch “Dinge geregelt kriegen – ohne einen Funken Selbstdisziplin” mit einem Video bei YouTube. Das interessante dabei ist, dass sie als Thema die Schöpfungsgeschichte ausgesucht haben und diese etwas anders als bekannt umsetzen. Neben dieser theologisch durchaus diskussionswürdigen inhaltlichen Umsetzung bietet der Clip auch noch eine sehr ansprechende Typographie. Aber seht selbst:

[gefunden dank: Sloganmaker.net]

Apr 08

Beim lesen des Luther-Artikels in der Times bin ich auch auf die Bildstrecke: Top twenty religious t shirts gestoßen.
Haupstsächlich handelt es sich natürlich um die Klassiker: veränderte Firmenlogos, wobei mir einige, etwa das mySpace-T-Shirt gut gefallen. Mein Favorit ist aber das rechte:
my space in heavenJesus is a Palestinian
Auch andere Religionen haben aber schöne Hemden und “Pope my Ride” könnte eine gute Alternative zum Cabrio sein in unserm regnerischen Norden.
Wem die Pseudo-Hebräisch Schrift so gut gefällt wie mir, kann sie sich übrigens hier downloaden.

Jan 29

Beim Thema Theologie und Metaphorik bin ich ja immer gern dabei. Da macht auch dieses Fundstück bei medienlese.com über den ewigen Kampf zwischen Bloggern und Journalisten keine Ausnahme. Der Artikel selbst ist schon spannend zu lesen, aber er gewinnt für mich noch einen besonderen Reiz durch die zahlreiche theologische und andere Metaphorik.
Denn “am Anfang war das Wort”, welches sich dann in einem “Erweckungserlebnis” ins Web verirrte, dort aber von der Presse beschrieben wird wie einst “die Hölle durch die Pastoren”. Aber auch die sonstigen Metaphern sind nicht von schlechten Eltern, wenn z.B. Nachbars Dackel am Waldrand des Web2.0 erlegt wird.

Jan 24
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Narzissus und der Tulipan…

Jetzt, wo die Zeit von Nazissen Narzissen wieder kommt und das Paul Gerhard Jahr hinter uns liegt, habe ich diese schöne Bild in der MacTechNews-Galerie entdeckt:
Tulipan
Schöner kann man das Lied: “Geh aus mein Herz” kaum illustrieren, auch wenn es zu diesem Bild heißen müßte:

…und die Tulipan die ziehen dich viel schöner an

Ein schönes Beispiel für das Zusammenspiel von Theologie und Kunst, die ganz ohne explizite Darstellung religiöser Themen auskommt. Wer es sehen will, der sieht ein Paul Gerhard Lied bzw. ein Bibelwort, für die anderen ist es eine Frau und eine Blume.

Oct 15

Zum Paul Gerhard Jahr gibts ja Höhepunkte am laufenden Band. Das hier ist aber ein echter Knüller:
Paul Gerhard war in der Hölle! Da hat ihn zumindest Peter Hahne gesehen, denn:

Während heute vieles „auf den Wellness-Wolken des großen Halleluja“ daherschwebe, seien Gerhardts Choräle „keine bestellten Strohfeuer-Lieder aus dem Computer, sondern erkämpfte Glaubens-Gesänge aus dem erlittenen Feuer der Hölle“.

Was Paul Gerhard in die Hölle gebracht hat, bleibt fraglich, aber auch die sonstigen Anspielungen auf Computermusik und Strohfeuer-Lieder sind schon Super.
Aber Peter Hahne kann noch mehr, denn auch Seitenhiebe auf Fundamentalismuskritik und Mode-Spiritualität bleiben nicht aus. Sogar der Begriff Leitkultur fällt. Das Magazin für Theologie und Ästhetik meint:

Peter Hahne, Fernsehmoderator und Galleonsfigur der evangelikalen Rechten, ist immer für eine Überraschung und vor allem für sprachliche Entgleisungen gut. Warum man auch immer dem Protestantismus ein ausgefeiltes Verhältnis zur deutschen Sprache unterstellt, Peter Hahne hat davon nichts mitbekommen.

„Während die modernen Anbiederungen – vom frommen Ohrwurmgeplärr bis zur ‚Bibel in selbstgerechter Sprache’ – schnell unter den Wanderdünen des Zeitgeistes versandet sind, haben Paul Gerhardts geistvolle Gesänge seit Jahrhunderten weltweit Verächter wie Verfechter des Christentums bewegt und getröstet,“

meint Peter Hahne, ich hoffe auch seine Äußerungen werden den “Wanderdünen des Zeitgeistes” (Super Metapher übrigens!) zum Opfer fallen.
Paul Gerhard sagt:

Dem Herren mußt du trauen, wenn dir’s soll wohlergehn; auf sein Werk must du schauen, wenn dein Werk soll bestehn. Mit Sorgen und mit Grämen und mit selbsteigner Pein läßt Gott sich gar nichts nehmen, es muß erbeten sein.

Vielleicht sollte man sich lieber mal daran orientieren, als so verbal um sich zu schlagen!
[Gefunden bei tà katoptrizómena, Quelle: Idea]