Jan 24
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Narzissus und der Tulipan…

Jetzt, wo die Zeit von Nazissen Narzissen wieder kommt und das Paul Gerhard Jahr hinter uns liegt, habe ich diese schöne Bild in der MacTechNews-Galerie entdeckt:
Tulipan
Schöner kann man das Lied: “Geh aus mein Herz” kaum illustrieren, auch wenn es zu diesem Bild heißen müßte:

…und die Tulipan die ziehen dich viel schöner an

Ein schönes Beispiel für das Zusammenspiel von Theologie und Kunst, die ganz ohne explizite Darstellung religiöser Themen auskommt. Wer es sehen will, der sieht ein Paul Gerhard Lied bzw. ein Bibelwort, für die anderen ist es eine Frau und eine Blume.

Oct 15

Zum Paul Gerhard Jahr gibts ja Höhepunkte am laufenden Band. Das hier ist aber ein echter Knüller:
Paul Gerhard war in der Hölle! Da hat ihn zumindest Peter Hahne gesehen, denn:

Während heute vieles „auf den Wellness-Wolken des großen Halleluja“ daherschwebe, seien Gerhardts Choräle „keine bestellten Strohfeuer-Lieder aus dem Computer, sondern erkämpfte Glaubens-Gesänge aus dem erlittenen Feuer der Hölle“.

Was Paul Gerhard in die Hölle gebracht hat, bleibt fraglich, aber auch die sonstigen Anspielungen auf Computermusik und Strohfeuer-Lieder sind schon Super.
Aber Peter Hahne kann noch mehr, denn auch Seitenhiebe auf Fundamentalismuskritik und Mode-Spiritualität bleiben nicht aus. Sogar der Begriff Leitkultur fällt. Das Magazin für Theologie und Ästhetik meint:

Peter Hahne, Fernsehmoderator und Galleonsfigur der evangelikalen Rechten, ist immer für eine Überraschung und vor allem für sprachliche Entgleisungen gut. Warum man auch immer dem Protestantismus ein ausgefeiltes Verhältnis zur deutschen Sprache unterstellt, Peter Hahne hat davon nichts mitbekommen.

„Während die modernen Anbiederungen – vom frommen Ohrwurmgeplärr bis zur ‚Bibel in selbstgerechter Sprache’ – schnell unter den Wanderdünen des Zeitgeistes versandet sind, haben Paul Gerhardts geistvolle Gesänge seit Jahrhunderten weltweit Verächter wie Verfechter des Christentums bewegt und getröstet,“

meint Peter Hahne, ich hoffe auch seine Äußerungen werden den “Wanderdünen des Zeitgeistes” (Super Metapher übrigens!) zum Opfer fallen.
Paul Gerhard sagt:

Dem Herren mußt du trauen, wenn dir’s soll wohlergehn; auf sein Werk must du schauen, wenn dein Werk soll bestehn. Mit Sorgen und mit Grämen und mit selbsteigner Pein läßt Gott sich gar nichts nehmen, es muß erbeten sein.

Vielleicht sollte man sich lieber mal daran orientieren, als so verbal um sich zu schlagen!
[Gefunden bei tà katoptrizómena, Quelle: Idea]