Oct 31

In der letzten Woche im Predigerseminar hatten wir die große Ehre Schulunterricht halten zu dürfen.
Mich traf es mit einer Mitvikarin zusammen in der Hauptschule in Landau eine Stunde Reli-Unterricht in der 7. Klasse zu geben. Thema war die Einführung in das Thema: “Arbeit” und der Vorgeschlagene Titel “Arbeit – muss das sein?”.
Während wir im RPZ-Ludwigshafen über den Unterrichtsentwürfen brüteten (leider war fast alles zum Thema Arbeit gerade ausgeliehen), fiel mir plötzlich der Deichkind-Song “Arbeit nervt” ein.

Ich hatte den Clip neulich zufällig auf MTViva gesehen und der Refrain ging mir lange nicht mehr aus dem Kopf. Also Vorschlag auf den Tisch, iTunes an und der Entschluss war so gut wie gefallen.
Wir haben dann noch schnell einen Plan-B entwickelt falls der Vorschlag wegen der doch deutlichen Sprache und Metaphorik des Songs in der Gruppe durchfällt, aber auch nach der Besprechung im Kurs blieb es dabei. Die Stunde lief dann ganz gut und die Schüler und Schülerinnen haben sich sogar kritisch zum Text geäussert (vor allem die Damen fanden den Text zu versaut und den Inhalt zu assozial). Nur den Refrain bekommt man einfach nicht mehr aus dem Kopf.

Jun 16

Nachdem ich ja schon am Freitag die BILD für ihre Schlagzeile gelobt hatte nun heute noch ein Nachtrag:
Wiener Würstchen
Auch dies ist doch eine gelungene Schlagzeile. Man möchte jedoch erinnern, dass alles ein Ende habe, die Wurst aber bekanntlich zwei. Also hoffen wir mal, dass wenn es dan heute Abend um die Wurst geht, wir Deutschen nicht den kürzeren ziehen.

Mar 03
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In der Kiste

Nachdem ich ja schon einen Beitrag über Koch den einsamen Reiter richtung Sonnenuntergang geschrieben hatte, habe ich dieses Fundstück von BILD.de auch an die Metaphernkiste von Metaphorik.de geschickt und seit Samstag steht nun die Laudation Online:

Kandidat 2

Eine Seefahrt ist lustig, dumm nur wenn das Schiff in der Wüste feststeckt. Tim Kaufmann aus Kiel machte uns auf folgenden Beleg aus dem Internet-Angebot der BILD-Zeitung aufmerksam:

“Im Reservat für Konservative reitet er wie der einsame Sheriff Richtung Sonnenuntergang. Am Ende hat der Wähler Roland Koch nicht mehr abgenommen, dass er allein die CDU auf altem Kurs halten kann.” (BILD.de 28.1.2008)

Unsere Laudatio: Da ist die BILD-Zeitung offensichtlich auf ihre eigene Kampagne zugunsten des hessischen Ministerpräsidenten hereingefallen. Wenn der alte Kurs die CDU in Richtung Sonnenuntergang führt und zudem von einem einsamen Reiter vorgegeben wird, war er dann der richtige? Aber vielleicht erlebt ja sogar die BILD-Zeitung noch ihre metaphorische Morgendämmerung… [tk/do]

Schön!

Jan 29

Beim Thema Theologie und Metaphorik bin ich ja immer gern dabei. Da macht auch dieses Fundstück bei medienlese.com über den ewigen Kampf zwischen Bloggern und Journalisten keine Ausnahme. Der Artikel selbst ist schon spannend zu lesen, aber er gewinnt für mich noch einen besonderen Reiz durch die zahlreiche theologische und andere Metaphorik.
Denn “am Anfang war das Wort”, welches sich dann in einem “Erweckungserlebnis” ins Web verirrte, dort aber von der Presse beschrieben wird wie einst “die Hölle durch die Pastoren”. Aber auch die sonstigen Metaphern sind nicht von schlechten Eltern, wenn z.B. Nachbars Dackel am Waldrand des Web2.0 erlegt wird.

Jan 29
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Auf rechtem Kurs gen Sonnenuntergang!

Großartig was die BILD sich da zusammenreimt auf die Hessenwahl!

Roland Koch (…) der letzte CDU-Kämpfer für die Werte, die die Partei groß gemacht haben. Streitlustig, unerschütterlich, aber ohne echte Deckung.

Im Reservat für Konservative reitet er wie der einsame Sheriff Richtung Sonnenuntergang. Am Ende hat der Wähler Roland Koch nicht mehr abgenommen, dass er allein die CDU auf altem Kurs halten kann.

Das schlechte Abschneiden in Hessen ist der Preis für das populistische Streben der CDU-Führung Richtung links, weg von der Mitte. (…)


Und zu recht fragt das BILDblog nach:
Die Menschen haben Roland Koch nicht gewählt, weil sie genau seiner Meinung sind? Sie wollten ihm, der für den richtigen, rechten Kurs stand, keine Stimme geben, weil die anderen in der CDU längst auf einem anderen, linken Kurs sind?

Doch mir geht es vor allem um das Bild, was sich mir bei diesem Text aufdrängt:
Roland Koch als der neue Lucky Luke? So Lucky schien er mit dem Ausgang der Hessenwahl nicht zu sein, und für “schneller schießen als sein Schatten” war bislang eher der Schäuble bekannt, aber nun reitet der Roland allein auf rechtem Kurs gen Sonnenuntergang. Auch wenn er optisch eher wie ein rasierter und ergrauter Dalton aussieht.
Aber metaphorisch mal wieder erste Sahne, was die BILD sich da hat einfallen lassen.
Ich persönlich hatte ja zu erst an einen Titel wie: “Es reicht auch ein Koch, um den Brei zu verderben” gedacht, aber da denkt die BILD halt anders.