Jan 08
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Wirtschaftskrise?

so haben wir
alle spekuliert

dass der eine
reich wird
auf kosten
der anderen

jetzt sind viele
arm dran

so haben wir
nicht spekuliert

dass der eine
arm wird
zum heil
der anderen

jetzt sind alle
reich beschenkt

gott
wer hätte
das gedacht
mensch

rené maria possél [gefunden bei: Gott.net]

Oct 31

Der Rowohlt-Verlag vermarktet das Buch “Dinge geregelt kriegen – ohne einen Funken Selbstdisziplin” mit einem Video bei YouTube. Das interessante dabei ist, dass sie als Thema die Schöpfungsgeschichte ausgesucht haben und diese etwas anders als bekannt umsetzen. Neben dieser theologisch durchaus diskussionswürdigen inhaltlichen Umsetzung bietet der Clip auch noch eine sehr ansprechende Typographie. Aber seht selbst:

[gefunden dank: Sloganmaker.net]

Apr 06

Versuchung des Heiligen Antonius
Am Dienstag war ich in Hamburg im Bucerius-Kunstforum in der Ausstellung: “Schrecken und Lust. Die Versuchung des Heiligen Antonius von Hieronymus Bosch bis Max Ernst”.
Eine sehr sehenswerte Ausstellung! Auch wenn die Bilder doch häufig recht kleinformatig sind, gibt es doch reichlich zu sehen.
Deutlich sieht man, wie die Geschichte der Versuchung des Heiligen Antonius Künstler über die Jahrhunderte hinweg inspiriert hat sich mit Alptraumwesen und (vor allem sexueller) Versuchung auseinanderzustezen.
Gerade im Bereich des Sexuellen scheinen sich hier die Themen: Kirche als Hauptauftraggeber von Kunst und Nackte Frauen als Bildthema günstig zu berühren. Man kann eben ein “heiliges” Thema bearbeiten und doch erotische Kunst schaffen.
Einen guten Einblick in die Ausstellung und den Ausstellungsraum bietet die Homepage des Bucerius-Kunstforums.
Die Ausstellung läuft noch bis zum 18. Mai und der Eintritt ist günstig!

Jan 24
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Vogel des Jahres

Im vorletzten Beitrag hatte ich die “Ägyptische Hurenmeise” zum Vogel des Jahres vorgeschlagen und nach einem Bild gefragt. Paleographornithologe Tobias vom ToLeBlog hat mir nun ein Bild gemailt, damit ihr euch alle ein Bild dieses seltenen Vogels machen könnt. Vielen Dank von hier aus!
Hurenmeise

Zur Erinnerung noch mal der literarische Beleg:

Ahaliba gedachte an die Zeit ihrer Jugend (hing sich nach der
Huren Meise an die Egyptier, denen fte sonst acdwiy, Ezech. 23, 19

Jan 24
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Narzissus und der Tulipan…

Jetzt, wo die Zeit von Nazissen Narzissen wieder kommt und das Paul Gerhard Jahr hinter uns liegt, habe ich diese schöne Bild in der MacTechNews-Galerie entdeckt:
Tulipan
Schöner kann man das Lied: “Geh aus mein Herz” kaum illustrieren, auch wenn es zu diesem Bild heißen müßte:

…und die Tulipan die ziehen dich viel schöner an

Ein schönes Beispiel für das Zusammenspiel von Theologie und Kunst, die ganz ohne explizite Darstellung religiöser Themen auskommt. Wer es sehen will, der sieht ein Paul Gerhard Lied bzw. ein Bibelwort, für die anderen ist es eine Frau und eine Blume.

Jan 15

Einen interessanten Vergleich zwischen Monet und der Musikindustrie bietet derzeit das Weblog IT-Frontal. Sie vergleichen die Entstehung des Impressionismus aus der Ablösung des Realismus durch die Photographie mit der Revolution der Musikindustrie durch das Internet.

Für die Malerei war die technische Revolution der Fotografie Ende des 18. Jahrhunderts in Wirklichkeit eine Befreiung. Mit dem Impressionismus ergaben sich völlig neue Ausdrucksformen. Mit dem Wegfall des Kopierschutzes wird ein Beatles-Song natürlich nicht so teuer wie ein Monet. Im Gegenteil. Aber am Ende ist die Musik deswegen noch lange nicht. Vielleicht steht sie an einem neuen Anfang?

Anlass war die Todesnachricht des DRM bei Spiegel-Online.
Ich hatte ja schon vor einiger Zeit über Alternativen zum DRM geschrieben. Hoffentlich gibt es so etwas wie einen digitalmusikalischen Impressionismus.

Dec 17
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Der Gott des Gemetzels

Der Gott des Gemetzels
Gestern war ich mal wieder im Theater und habe mir den “Gott des Gemetzels” von Yasmina Reza angesehen. Also genauer gesagt, habe ich nämlichen nicht zu sehen bekommen, sondern nur seine Auswirkungen, in dieser Hinsicht hat das Stück also nicht gehalten was der Name verspricht.
Ansonnsten war das Stück über zwei Ehepaare, die zusammenkommen um sich über das Verhalten ihrer Söhne unterhalten (klingt spannend, oder?) doch sehr unterhaltsam.
Yasmina Reza beherrscht es meisterhaft, sich zerlegende Beziehungen, in Worte zu fassen. Ständig wechseln die Koalitionen und Feindschaften zwischen den Vieren hin und her. Schon vor Jahren war ich begeistert, als ich das Stück “Kunst” von ihr gesehen habe, in dem sich drei Freunde über ein weißes Bild streiten. Doch während sich bei “Kunst” Freunde entzweien, sind die sich hier begegnenden sich bis dato unbekannt und entwickeln Freund- und Feindschaft erst im Verlauf.
Zusammenfassend läßt sich sagen: Ein Abend der sich gelohnt hat und ein Stück das weiterzuempfehlen ist.