Aug 13
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Senk ju fohr Trewelling…

Bisher habe ich die Lästereien über die Englischkenntnisse der DB ja für übertrieben gehalten. Aber der Hauptgrund war wohl, dass seit ich 2004 von Nürnberg nach Kiel zurückgezogen bin, keine Fernstrecken mehr gefahren bin.
Ich sitze also in einem “Eisie” (Lies: ICE) wär ei kenn feind sie Resdoranka (das ist keine Osteuropäische Olympionikin sondern wohl das was früher der Speisewagen war) in Waggong Eht. Ausserdem halten wir in verschiedenen Städten, deren Namen auch in der englischen Ansage auf Deutsch gesagt werden, nun aber mit einer dramatischen Pause zwischen dem englischen Text und dem Deutschen Ortsnamen.
Aber nicht nur Englisch kann die DB, auch sonst ist sie vielfältig begabt und der Service ist großartig. Leider hatte die DB einige dieser Serviceleistungen aber vorher nicht bekanntgegeben. So erfuhr ich erst nach 20 Minuten meines ca. halbstündigen Aufenthalts in der “Internationalen Messestadt Hannover” als ich schon von Gleis 4 zu Gleis 9 gelaufen war, dass die DB mittlerweile beschlossen hatte, mir einen Umstieg am gleichen Bahnsteig ermöglichen und ich deshalb (in Begleitung vieler anderer Reisender) zurück zu Gleis 4 gehen konnte.
Auch ließ die DB mich seit der Buchung befürchten, ich müsse von Hannover bis Mannheim auf dem Gang sitzen, da ich nicht mehr reservieren konnte. Das ein Sitzplatz für mich bis Frankfurt zur Verfügung stand und ich für das letzte Stück nur noch auf den Platz vor mir, der ab Frankfurt frei wurde umsteigen musste, wollte sich die Bahn auch als kleine Überraschung im Zug vorbehalten.

Das einzige, was man noch verbessern könnte, wäre die Möglichkeit das WLAN im Zug auch zu einem vernünftigen Preis Nutzbar zu machen. Internet für die Strecke Hannover-Mannheim (nur auf dem Stück gab’s WLAN) hätte mich glaube ich ca. 40 € gekostet (also 10€ pro Stunde).

Ansonsten bietet die Bahn echtes Traveltainment und dieser Beitrag ist zumindest am Platz im Zug geschrieben worden, also Powered by ICE-Strom.

Jul 05
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Berlin, Berlin, wir waren in Berlin!

Ich hatte ja versprochen mich nochmal zum Berlinausflug zu äussern.
Also die Nationalmannschaft haben wir nicht gesehen, nur den einen oder anderen Fan auf dem Heimweg. Dafür haben wir eine Menge Kirchen besichtigt (von denen keine mehr so aussieht wie zu Schleiermachers Zeiten) und uns einen Eindruck von Berlin im frühen 19. Jahrhundert verschafft.
Dann noch kurz nach Potsdam und den Menschenleeren Park von Sans Soucci besichtigt (Manche Besichtigungen lohnen sich halt am Montag). Im Park vo der Friedenskirche steht übrigens eine Christus-Statue von Thorwaldsen die sich ebenfalls auch in der Kopenhagener Christuskirche und in der Jakobi-Kirche in Kiel befindet. So entdeckt man eben auch in der Fremde gemeinsamkeiten mit der Heimat.
All diese Besichtigungen fanden bei strahlendem Sonnenschein statt und wurden durch eine Fahrt in den Sonnenuntergang gekrönt.

Feb 17
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Vor Ort

Nachdem Joachim gerade eine virtuelle Vermisstenmeldung aufgegeben hat, wollte ich mich dann doch mal zurückmelden.
Ich bin zuhause und sehe den Kiel-Tatort. Kommissar Borowski ermittelt wieder
Nachdem die ersten Kiel Tatorte ja eher düster waren, liegt heute eine eher lustige Folge vor, auch wenn der Fall an sich, der Mord an einer Schülerin ja doch eher tragisch ist.
Aber, nachdem der Mord, wie damals bei Columbo schon am Anfang zu sehen war, sah man Borowski in einer Mr. Bean ähnlichen Szene im Auto, wie er beim Fahren den Sitz verstellt und dabei natürlich in ein suboptimales Sitz-Lenker-Verhältnis kommt.
Auch Wortwitz ist reichlich vorhanden, und dann sind da natürlich die Interessanten Locations, die es für Ortsansässige lustig machen.
Zum einen der Karstadt in der Kieler Innenstadt der mit Außenaufnahmen vom Citti-Park kombiniert wurde und zum andern das Postamt am Lessingplatz, dass schräg über den Platz in die Schwimmhalle verlegt wurde.
Alles in Allem aber ein gelungener Tatort!

Nachtrag: Man soll den Tatort nicht vor dem Abend loben!
Das Ende wird doch zunehmend gruselig und die Lustigkeit des Anfangs ist lange verflogen.
Am Ende dominiert dann doch wieder das Kiel-Tatort typische Psychopathen-Thema.
Aber meine Wertung bleibt: ein gelungener Tatort.

Dec 17
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Der Gott des Gemetzels

Der Gott des Gemetzels
Gestern war ich mal wieder im Theater und habe mir den “Gott des Gemetzels” von Yasmina Reza angesehen. Also genauer gesagt, habe ich nämlichen nicht zu sehen bekommen, sondern nur seine Auswirkungen, in dieser Hinsicht hat das Stück also nicht gehalten was der Name verspricht.
Ansonnsten war das Stück über zwei Ehepaare, die zusammenkommen um sich über das Verhalten ihrer Söhne unterhalten (klingt spannend, oder?) doch sehr unterhaltsam.
Yasmina Reza beherrscht es meisterhaft, sich zerlegende Beziehungen, in Worte zu fassen. Ständig wechseln die Koalitionen und Feindschaften zwischen den Vieren hin und her. Schon vor Jahren war ich begeistert, als ich das Stück “Kunst” von ihr gesehen habe, in dem sich drei Freunde über ein weißes Bild streiten. Doch während sich bei “Kunst” Freunde entzweien, sind die sich hier begegnenden sich bis dato unbekannt und entwickeln Freund- und Feindschaft erst im Verlauf.
Zusammenfassend läßt sich sagen: Ein Abend der sich gelohnt hat und ein Stück das weiterzuempfehlen ist.