Einen interessanten Vergleich zwischen Monet und der Musikindustrie bietet derzeit das Weblog IT-Frontal. Sie vergleichen die Entstehung des Impressionismus aus der Ablösung des Realismus durch die Photographie mit der Revolution der Musikindustrie durch das Internet.
Für die Malerei war die technische Revolution der Fotografie Ende des 18. Jahrhunderts in Wirklichkeit eine Befreiung. Mit dem Impressionismus ergaben sich völlig neue Ausdrucksformen. Mit dem Wegfall des Kopierschutzes wird ein Beatles-Song natürlich nicht so teuer wie ein Monet. Im Gegenteil. Aber am Ende ist die Musik deswegen noch lange nicht. Vielleicht steht sie an einem neuen Anfang?
Anlass war die Todesnachricht des DRM bei Spiegel-Online.
Ich hatte ja schon vor einiger Zeit über Alternativen zum DRM geschrieben. Hoffentlich gibt es so etwas wie einen digitalmusikalischen Impressionismus.
Nein, kein Sparabo, kein “Besoffener Elch” und kein “Arsch der Welt”, sondern norwegische Jazz-Musik, oder “Katzenmusik” wie meine Frau gerne dazu sagt.
Genauer gesagt handelt es sich um den norwegischen Trompeter Nils Petter Molvaer, der Jazz mit Breakbeats, Ambientsounds und Elementen von HipHop, Rock und Pop Musik verbindet.
Eher zufällig entdeckte ich gestern Abend die kostenlos zum Download stehenden mp3-Klingeltöne auf seiner Homepage. Für den Transport auf das Telefon muss man dann per Blauzahn äh Bluetooth oder Datenkabel selber sorgen.
Ob man mit diesen Sounds sein Mobiltelefon wirklich klingeln hört, wage ich nicht zu beurteilen, bei mir läuft momentan noch der “Fluch der Karibik” für Anrufe bzw. der Flens-Plop(leider kein direkter Link und der Plop kostet mittlerweile 50ct) für SMS, aber die Klingeltöne gefallen mir auf jeden Fall und vielleicht probiere ich sie dann auch mal aus und kann mehr zur Hörbarkeit sagen.
Wer sich sonst einen musikalischen Einblick gönnen will, dem empfehle ich das NPM-Webradio oder den Plattendealer seines Vertrauens.
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