Apr 13

Man kann ja auch mal Glück haben im Leben. Ich hatte neulich mal wieder welches und habe beim Gewinnspiel der Pöppelkiste das Brettspiel “Jamaica”gewonnen. Nun, nachdem wir endlich dazu gekommen sind eine Partie zu spielen, jetzt also der Bericht:
Brettspiel Jamaica
Der erste Eindruck des Spiels ist schon einmal großartig! Die Schachtel ist als Schatztruhe aufgemacht und macht schon von außen einen guten Eindruck im Regal. Nach dem öffnen der Schachtel zeigt sich, dass hier wirklich einmal nachgedacht wurde: alle Teile des Spiels finden Platz in dafür vorgesehenen Mulden, eine Einrichtung die leider bei vielen Spielen nicht vollständig aufgeht.
Dann gab es für mich allerdings schon eine erste Enttäuschung. Die sehr schön gestalteten Schiffe hatten sich im Kunststoffbeutel aneinander gerieben, was zu Farbabplatzern und abgebrochenen Teilen führte. Eine Mail an den deutschen Vertrieb Pro Ludo brachte aber schnell Abhilfe und ein paar Tage später hielt ich einen neuen Satz Schiffe in meinen Händen. Alle Teile sind leibevoll gestaltet und mit detailreichen Zeichnungen von Mathieu Leyssenne versehen. Besonders originell finde ich die Idee, dass die Aktionskarten aneinandergereiht ein Panoramabild ergeben.
Doch nun zum Spiel.
Die Idee hinter dem Spiel ist ein Rennen rund um Jamaika anlässlich des 30. Dienstjubiläums Henry Morgans als Gouvaneur von Jamaika im Jahre 1708. Dabei geht es, typisch für Piraten, nicht allein darum als erster wieder in Port Royal anzukommen, sondern dabei möglichst viel Gold und Schätze im eigenen Laderaum angesammelt zu haben. Dafür sollte man natürlich auch immer ausreichend Nahrung (Rum) für die Mannschaft und ausreichend Schießpulver geladen haben (falls es mal zu einem Interessenkonflikt kommen sollte). Aber vorsicht bei den Schätzen! Nicht alle Schätze sollte man anhäufen, denn wie wir aus dem Fluch der Karibik wissen, gibt es auch verfluchte Schätze. Diese kann man aber beim nächsten Siegreichen Raubzug einfach im Laderaum des Gegners verstauen oder, im Falle einer Niederlage im Kampf, hoffen das der Gegner sie klaut. Gekämpft wird immer wenn 2 Piraten gemeinsam auf einem Feld stehen, wobei derjenige der das Feld als 2. erreicht angreift. Geschossen wird mit Hilfe von Schießpulverkarten und einem Würfel, wobei die Anzahl der Karten und die Zahl auf dem Würfel (2,4,6,8,10,*) addiert werden. Wird der Stern gewürfelt ist der Kampf sofort gewonnen, unentschiedene Kämpfe bleiben folgenlos. Hat man nun den Kampf gewonnen, darf man wahlweise entweder einen Laderaum des gegnerischen Schiffs ausrauben, einen Schatz mitnehmen oder einen (verfluchten) Schatz hinterlassen. In unserer Spielrunde zu fünft, kam es sehr oft zum Kampf, weswegen die Freude an den Schätzen oft nur sehr kurz währte. Das bot aber den Spielern, denen es nicht gelungen war einen Schatz zu heben, reichlich Möglichkeit dennoch in den Genuß von Schätzen zu kommen. Die Runde gestaltete sich also sehr abwechslungsreich und die Führung wechselte regelmäßig, so daß keiner von Anfang an abgeschlagen war. Die Angegebene Spielzeit von 30-60 Minuten haben wir bei unserer Runde überschritten und kamen eher auf 90-120 Minuten, aber das kennt man ja von vielen Brettspielen.
Das Spiel kann von 2-6 Piraten gemeinsam gespielt werden – ein großer Pluspunkt des Spiels – so ist man weder dringend auf den 3. Mann angewiesen, noch (wie häufig) auf 5 Leute beschränkt.
Einen grüdlichen überblick über die Regeln findet sich auf der Homepage des Spiels, wo man sich auch das Panoramabild ansehen kann und
interessante Hintergrundinfos liefern die Homepage des Spiels, das Blog des Vertriebs und ein Interview mit Sébastien Pauchon (einem der Autoren).
Mein Fazit: Ein gelungenes Spiel für einen gelungenen Spieleabend!

1 Antwort zu “Jamaica”

  1. essen bestellen sagt:

    Klingt nach einem guten Spiel, vor allem wen man es kostenlos bekommt.

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