Nov 14

Der Musikmanager Peter Jenner hat sich inem Interview mit dem ORF-Magazin futureZone für eine Zugangsgebühr für Musik aus dem Netz eingesetzt.

“Der Musiktausch im Netz ist nicht mehr aufzuhalten, die Tonträgerverkäufe kollabieren. Die Musiknutzung im Netz ist anarchisch”, Anarchische Zeiten seien jedoch immer gut für die Kreativität. Das sei beim Punk und auch bei den Hippies so gewesen, sagte der Musikmanager. Wir müssen [...] eine Möglichkeit finden, die Künstler zu vergüten. Mein Vorschlag dazu ist ein Gebührenmodell für die Nutzung von Musik über Breitband-Internet und 3G-Mobiltelefone. Gewissermaßen eine Gebühr für die Anarchie, für die unautorisierte Nutzung von Musik im Netz.
ORF.at: Wie hoch könnte eine solche Gebühr sein?
Jenner: Etwa zwei Pfund oder drei Euro pro Monat. Die Leute werden es gar nicht merken. In Großbritannien gibt es 15 Millionen Breitbandanschlüsse und 3G-Telefone. Würde jeder Inhaber eines Breitbandanschlusses oder eines 3G-Telefons zwei Pfund bezahlen, dann würden sich die Einnahmen auf 1,2 Milliarden Pfund im Jahr belaufen. So viel hat die Musikindustrie in ihren besten Jahren eingenommen.

Das scheint mir doch mal eine Alternative zu sein, die sich sehen (bzw. besser: hören) lassen kann.
Keine undurchsichtigen DRM-Regelungen (5mal abspielen aber einmal davon nur an ungeraden, katholischen Feiertagen nach 23:00 Uhr) oder Mietangeboten (sie dürfen den Song einen Monat lang hören) und auch weg von illegalen Tauschbörsenangeboten mit Virus und Spyware Garantie.
[Gefunden dank testticker.de]

1 Antwort zu “Musik gegen Gebühr?”

  1. Impressionistische Musik? sagt:

    [...] war die Todesnachricht des DRM bei Spiegel-Online. Ich hatte ja schon vor einiger Zeit über Alternativen zum DRM geschrieben. Hoffentlich gibt es so etwas wie einen digitalmusikalischen [...]

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