Wahrscheinlich wohl nicht, aber wie ich soeben im Onlineangebot der Times gelesen habe, plane der Papst für September eine Rehabilitation Martin Luthers (1483-1546), der durch Papst Leo X. am 3. Januar 1521 exkommuniziert wurde.
Dabei soll wohl auch die Erkenntnis eine Rolle spielen, dass Luther keine Kirchenspaltung beabsichtigt habe (was wir Lutheraner schon seit ca. 491 Jahren wissen).
Daneben ist im gleichen Text auch moch von einer beabsichtigten Galileo-Statue die Rede, die anlässlich des 400. Jubiläums der Teleskoperfindung aufgestellt werden soll.
[gefunden dank Heiligenlexikon.de]
Nachtrag: Der Artikel der Times datiert auf den 6.4.2008, ich hoffe die vatikanischen Quellen sind nicht 5 Tage älter!

Am Dienstag war ich in Hamburg im Bucerius-Kunstforum in der Ausstellung: “Schrecken und Lust. Die Versuchung des Heiligen Antonius von Hieronymus Bosch bis Max Ernst”.
Eine sehr sehenswerte Ausstellung! Auch wenn die Bilder doch häufig recht kleinformatig sind, gibt es doch reichlich zu sehen.
Deutlich sieht man, wie die Geschichte der Versuchung des Heiligen Antonius Künstler über die Jahrhunderte hinweg inspiriert hat sich mit Alptraumwesen und (vor allem sexueller) Versuchung auseinanderzustezen.
Gerade im Bereich des Sexuellen scheinen sich hier die Themen: Kirche als Hauptauftraggeber von Kunst und Nackte Frauen als Bildthema günstig zu berühren. Man kann eben ein “heiliges” Thema bearbeiten und doch erotische Kunst schaffen.
Einen guten Einblick in die Ausstellung und den Ausstellungsraum bietet die Homepage des Bucerius-Kunstforums.
Die Ausstellung läuft noch bis zum 18. Mai und der Eintritt ist günstig!
Man kennt das ja: Früher versuchte die Kirche die Menschen von wissenschaftlichen Erkenntnissen fern zu halten, sofern der Fortschritt dem eigenen Interesse entgegenstand.
Nun meinen einige Kritiker, z.B. auch das BILDblog, dass auch die BILD ihre Leser im eigenen Interesse fehlinformiert (so z.B. zum Thema Mindestlohn und PIN).
Was sich die BILD-Redaktion allerdings dabei denkt, im Sportteil ein geozentrisches Weltbild zu vertreten, bleibt mir schleierhaft:

Zufällig habe ich Joachim heute eine falsche Bibelstelle vorgelesen (er wollte 15 ich habe 25 gelesen).
Deshalb einfach mal unkommentiert den Text zum lesen uns darüber nachdenken:
Jesus Sirach 25, 11-26 (Einheitsübersetzung)
11-12 Die Furcht vor dem Herrn überragt alles; wer an ihr fest hält, ist mit niemand vergleichbar. 13 Jede Wunde, nur keine Herzenswunde; jede Bosheit, nur keine Frauenbosheit. 14 Jedes Ungemach, nur kein Ungemach durch die zurückgesetzte Frau, jede Rache, nur keine Rache durch die Nebenfrau. 15 Kein Gift ist schlimmer als Schlangengift, kein Zorn schlimmer als Frauenzorn. 16 Lieber mit einem Löwen oder Drachen zusammenhausen, als bei einer bösen Frau wohnen. 17 Die Schlechtigkeit einer Frau macht ihr Aussehen düster und verfinstert ihr Gesicht wie das einer Bärin. 18 Sitzt ihr Mann im Freundeskreis, muss er unwillkürlich seufzen. 19 Kaum eine Bosheit ist wie Frauenbosheit; das Los des Sünders treffe auf sie. 20 Wie ein sandiger Aufstieg für die Füße eines Greises ist eine zungenfertige Frau für einen stillen Mann. 21 Fall nicht herein auf die Schönheit einer Frau, begehre nicht, was sie besitzt. 22 Denn harte Knechtschaft und Schande ist es, wenn eine Frau ihren Mann ernährt. 23 Bedrücktes Herz und düsteres Gesicht und ein wundes Herz: eine böse Frau; schlaffe Hände und zitternde Knie: eine Frau, die ihren Mann nicht glücklich macht. 24 Von einer Frau nahm die Sünde ihren Anfang, ihretwegen müssen wir alle sterben. 25 Gib dem Wasser keinen Abfluss und einer schlechten Frau keine Freiheit! 26 Geht sie dir nicht zur Seite, trenn sie von deinem Leib!
Mit Dank an Bibleserver.com.
Thomas Matterne wirft ein Bücherstöckchen weiter, am Menschen die mehr als 10 Bücher besitzen. Die hab ich wohl. Bei der Beantwortung fällt auf, dass man seine Profession doch nicht verbergen kann:
1. Welches Buch vermeidest Du instinktiv zu lesen, obwohl Du nur lobende Besprechungen gesehen hast?
-Sehr viele…
2. Wenn Du drei Charaktere für eine gemeinsame Unternehmung oder Begegnung lebendig machen dürftest, welche wären das und wofür würdest Du sie zusammenholen?
- Nunc aus Adrian Plass’s: Ein Ausserirdischer im Kirchenschiff einfach um mit ihm zusammen zu sein
- Sokrates um mit ihm über die Unsterblichkeit der Seele zu reden
- Vigilius Haufniensis um den Begriff Angst zu verstehen
3. (Um ganz schamlos eine Idee aus Jasper Ffordes Thursday Next-Romanen zu verwenden): Man sagt Dir, Du könntest erst sterben, nachdem Du den langweiligsten Roman auf Erden gelesen hast. Es ist zwar ganz schön, unsterblich zu sein, aber irgendwann ist es doch an der Zeit zu sterben. Welches Buch, meinst Du, beschert Dir einen angenehmen Tod?
“Self-Improvement Through Total Inactivity” von Jim Gleeson könnte einwürdiger Kandidat sein.
4. Gib’s zu, wir haben es doch alle schon gemacht! Bei welchem Buch hast Du angedeutet oder vorgegeben, Du hättest es gelesen, obwohl Du es weder vor- noch hinter Dir hattest?
-Rudolf Otto: Das Heilige
5. Du bewirbst Dich als Offizieller Leseberater für eine v.i.p. (die kein großer Leser ist). Was wäre das erste Buch, dessen Lektüre Du empfiehlst und warum?
-Die Bibel, das sollte man gelesen haben.
6. Die gute Fee kommt und gewährt Dir einen Wunsch: Du darfst Dir eine Fremdsprache aussuchen, die Du beim Lesen perfekt verstehen wirst. Welche wählst Du?
-Definitiv Latein
7. Die böse Fee kommt und sagt, Du müsstest Dir ein Buch aussuchen, das Du von jetzt an einmal im Jahr lesen musst – bis ans Ende Deiner Tage. (Andere Bücher darfst daneben auch lesen.) Welches wählst Du?
-Die Bibel
8. Das Bloggen über Bücher erweitert den Lektüre- und Bücherhorizont. Was hast Du durch Blogschreiben und -lesen entdeckt?
-Das andere viel mehr lesen als ich!
9. Die gute Fee kommt noch einmal vorbei – Du darfst Dir Deine Traumbibliothek zusammenstellen. Wie sieht sie aus? Lederrücken? Erstausgaben? Uralte Taschenbücher? Oder ein paar signierte Werke? Ruhig drauflos gewünscht!
-Viele Lexika, Die Weimaraner Lutherausgabe, Schleiermachers Predigten in Originalausgaben und dazu selbstverständlich das passende Regal mit Rollleiter und den Raum dazu.
Beim Thema Theologie und Metaphorik bin ich ja immer gern dabei. Da macht auch dieses Fundstück bei medienlese.com über den ewigen Kampf zwischen Bloggern und Journalisten keine Ausnahme. Der Artikel selbst ist schon spannend zu lesen, aber er gewinnt für mich noch einen besonderen Reiz durch die zahlreiche theologische und andere Metaphorik.
Denn “am Anfang war das Wort”, welches sich dann in einem “Erweckungserlebnis” ins Web verirrte, dort aber von der Presse beschrieben wird wie einst “die Hölle durch die Pastoren”. Aber auch die sonstigen Metaphern sind nicht von schlechten Eltern, wenn z.B. Nachbars Dackel am Waldrand des Web2.0 erlegt wird.
Was hier, wie der Apostel Lukas berichtet, vom Volk über die Jünger an Pfingsten gedacht worden war (Apg 2,13) , denken jetzt wohl auch ungarische Polizisten über ihre Priester.
Wie die Süddeutsche Zeitung mittheilt, haben die Ungarn nämlcih die Bedingungen für den Führerscheinentzug gelockert, sodaß nun schon bei einfachem Überschreiten der 0 Promille Grenze, der Führerschein abgenommen werden kann. Nun sind aber ungarische Pfarrer oft sowohl auf den Führerschein (Messen an verschiedenen Orten hintereinander) und Alkoholkonsum (Messwein) angewiesen.
Was kann da helfen? Die Ungarische Bischofskonferenz behilft sich erstmal mit einem Schreiben an den Innenminister.
Aber wäre es nicht auch für die katholische Kirche dran, sich dazu zu verhalten?
Alkholfreies Abendmahl wäre ja auch eine Alternative (und hat sich evangelischerseits wegen des Laienkelchs ja schon länger durchgesetzt). Dabei könnte man auch gleich den Laienkelch einführen. Aber natürlich weiß ich nicht, ob sich die katholische Kirche dagegen nicht auch eine unfehlbare Hürde gesetzt hat, die nun nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.
Eine andere Möglichkeit wäre es natürlich, einfach Arbeitsplätze schaffen, indem die Kirche den Priestern einen Fahrer zur Verfügung stellt. Der bekommt momentan ja eh keinen Kelch, wäre also nüchtern, und ausserdem hätte der Priester dann mehr ruhe zwischen den Messen, weil er nicht selbst fahren müsste.
Thomas Matterne denkt über das Junglecamp und seine Zuschauer nach und löste damit eine Diskussion über die verschiedenen Schulabschlüsse, ihr Verhältnis zueinander und ihre Begabungen aus. Ich hatte angefangen zu Kommentieren, aber als es länger und länger wurde, dachte ich mir: da mach ich doch gleich nen eigenen Beitrag draus.
Arbeiter, Abiturienten, Handwerker und Hochschüler sind eigentlich nicht das Problem finde ich.
Das Problem liegt glaube ich vor allem daran, was man daraus macht. Theologisch gesehen waren z.B. viele der Apostel Handwerker und keine Intelektuellen (Paulus wohl als einziger ein echter Intellektueller). Trotzdem haben sie die Theologie des 1. Jh. maßgeblich mitbestimmt. Und ich glaube nicht, dass Fischer damals weniger raue Gesellen waren, als sie es heute sind.
Das Problem liegt glaube ich eher an der Einstellung die man zu sich und zu den anderen hat.
Bacelor und Master sind auch nur lateinisch-englische Gesellen und Meister nur eben nicht im Hand- sondern im Kopfwerk.
Warum kann man BILD in der Mensa kaufen? Nur fürs Personal und die Fremdfirmen, oder lesen etwa auch Studierende und Professoren dieses Blatt (natürlich nur um sich darüber lustig zu machen)? Zum Thema “BILD-lesen und sich lustig darüber machen” möchte ich auf diesen Beitrag hinweisen.
Ich glaube ein besserer Mensch ist man, wenn man einen Nagel in die Wand hauen, die Bohr-, Wasch- und wasweißichfüreine Maschine bedienen kann und sich Gedanken über den Sinn des Lebens macht, egal mit welchem oder ohne Schulabschluß.
Das Junglecamp lebt, glaube ich, wie viele RTL-Programme davon, dass andere sich darüber lustig machen. Man sieht es, um sich dann darüber lustig zu machen, aber man sieht es. Man freut sich dabei, dass man nicht so blöd ist wie die und tappt dabei in die Falle des Senders. Eigentlich das gleiche Phänomen wie dass des intellektuellen BILD-Lesers.
Dagegen an kommt man eigenttlich nur durch totschweigen.
Das hatte ich bis eben auch vor, aber jetzt steht doch das Junglecamp in meinem Blog und BILD und RTL und DSDS und, und, und…
Und nun, wo ich selbst in diese Falle getappt bin, gibt es nur noch einen Ausweg:
Das Fernsehn ist an allem Schuld!
Schon seit dem Theme-Wechsel habe ich den Heiligen des Tages-Feed in der Sidebar. Heute möchte ich die Gelegenheit nutzen, noch mal drauf hinzuweisen. Warum Bloß?
Im vorletzten Beitrag hatte ich die “Ägyptische Hurenmeise” zum Vogel des Jahres vorgeschlagen und nach einem Bild gefragt. Paleographornithologe Tobias vom ToLeBlog hat mir nun ein Bild gemailt, damit ihr euch alle ein Bild dieses seltenen Vogels machen könnt. Vielen Dank von hier aus!

Zur Erinnerung noch mal der literarische Beleg:
Ahaliba gedachte an die Zeit ihrer Jugend (hing sich nach der
Huren Meise an die Egyptier, denen fte sonst acdwiy, Ezech. 23, 19







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