Nov 29
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Der, Die, Das, Wer, Wie, Was

Nein nicht die Sesamstraße, liebe Leserinnen und Leser, ist das Thema dieses Beitrages sondern der / die / das Bibel in Gerechter Sprache. Zur Notwendigkeit einer geschlechtergerechten Spache kann ich als Mann wenig sagen, ausser dass ich mich bei der Schreibweise mit dem “Erigierten i”  oft nicht angesprochen fühle und nur die weibliche Form lese. Deshalb kann ich mir vorstellen, dass Frauen sich durch die allein männliche Form gestört fühlen. Allerdings leidet darunter meines Erachtens die Sprache ein wenig, wenn Jesus und seine Jüngerinnen und Jünger mit Pharisäerinnen und Pharisäern, Schriftgelehrten und Schriftgelehrtinnen(?) diskutieren. Bedenklicher finde ich allerdings,
was in der Pressemeldung der NEK zu lesen ist:

Die neue Übersetzung berücksichtige die jüdische Tradition des Neuen Testaments und die Rolle der Frauen, so die evangelische Theologin. Wer die Bibel heute übersetzen will, müsse auch auf den “Zeitgeist” eingehen. “Wir heute haben im Gebrauch biblischer Texte das Bewusstsein der Mitverantwortung für die Shoa” (Judenvernichtung in NS-Zeit), betonte die Bischöfin. Auch das jahrhundertelange Zum-Schweigen-Bringen der Frauen und die Versklavung von Menschen dürften”nicht den geringsten Anhaltspunkt in der Biblischen Botschaft finden”.

Dürfen (hervorhebung von mir)!
Obwohl die Bibel in gerechter Sprache auch dem Urtext
gegenüber gerecht sein will, werden hier Verbote ausgesprochen.
Nicht der Text scheint entscheidend sondern der “Zeitgeist” und Verbote. Nach (meinem) lutherischen Verständnis, sollte jeder Christ selbst sich ein Bild über einen Text machen können,
der sich dem Urtext verantwortet weiß. Genau aus diesem Grund hatten
evangelische Theologen die Kommission der Einheitsübersetzung verlassen, da hier die kath. Kirche neben dem Urtext auch die Tradition und die kirchliche Lehre zur Sprache kommen lassen wollte.
Als Kritiker werden in einer weiteren Mitteilung nur “kirchenkonservative Kreise” genannt. Davon das auch Wissenschaftler (z.B.  Thomas Krüger) kritisch zu dieser Übersetzung stehen, wird geschwiegen. Ich hoffe, dass hierzu bald Veröffnetlichungen folgen, wie Härle es auf der TAP-Tagung gefordert hatte. Ich denke die BiGS (ich weiß nicht, ob das schon mal jemand so abgekürzt hat, aber neben , und HfA passt das doch, oder?) keine “herkömmliche” Bibel ersetzen kann und sollte. Aber sie bereichert die Landschaft der Bibelübersetzungen genauso wie die HfA oder die Volxbibel. Ob sie aber ihrem Anspruch ”gerecht” wird, möchte ich bezweifeln.

Nachtrag: Nun hat auch Bernd-Michael Haese zum Thema geblogt und verweist auf einen Artikel von Ingolf Dalferth in der NZZ. Hier wird noch einmal schön zusammengefasst, was ungerecht an der “gerechten” Bibel ist.

Nov 14
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Hörbuch-Tip

Das Audio Hörbuch Portal Diadopo verschenkt zum Geburtstag Hörbücher, darunter auch den schöpfungstheologischen Klassiker: “Wenn Tiere reden könnten” von Prof. Dr. Ing. Werner Gitt. Ich hab das Buch seit meiner Konfirmation im Regal und vielleicht komme ich jetzt ja mal dazu es zu hören.
Gefunden bei: Geizkragen

Nov 01
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Fahr zur Hölle!

Da schreib ich doch neulich noch im Beitrag zu Reformationstag und Halloween, Halloween sei das Fest, an dem Luther die Katholiken das Gruseln gelehrt hätte und dann sehe ich gestern in den Tagesthemen dies:
Evangelikale Gemeinden bauen ihre Gemeindehäuser zu “Hell Houses” um und machen den Zuschauern die Hölle heiß.
Da fällt einem doch fast nichts mehr zu ein. Ausser, dass das Anliegen der Reformation nichts an Aktualität verloren hat.
Mal sehen wo’s mit den Höllenhäuslern denn so hingeht:

1 Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte die Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. 2 Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts. 3 Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib verbrennen1 und hätte die Liebe nicht, so wäre mir’s nichts nütze. 4 Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, 5 sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, 6 sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; 7 sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. 8 Die Liebe hört niemals auf, wo doch das prophetische Reden aufhören wird und das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis aufhören wird. 9 Denn unser Wissen ist Stückwerk und unser prophetisches Reden ist Stückwerk. 10 Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören. 11 Als ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und dachte wie ein Kind und war klug wie ein Kind; als ich aber ein Mann wurde, tat ich ab, was kindlich war. 12 Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, wie ich erkannt bin. 13 Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen. (1.Kor 13)

Oct 08
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Lang lang ist’s her…

Heute vor 1555 Jahren begann das 4.Ökumenische Konzil in Chalzedon.
Ein Jubiläum, dass wohl keiner feiert. Ich bin auch nur darauf gestoßen, weil unser Pastor das heute im 11:15er in der Predigtreihe zum Glaubensbekenntnis erzählt hat.