Als ich eben die Schokoladenikolausologie bei Thomas Matterne gelesen und kommentiert habe, fiel es mir wieder ein: die Weihnachtsaktion.
Deshalb ab heute wieder die Weihnachtsmannfreie Zone in den Randnotizen, gleich hinter dem “Gott sei dank es ist Sonntag”, denn in diesem Jahr scheint der Konsum ja vollends um sich zu greifen und nicht nur den W-Mann ins Zentrum zu stellen sondern auch den Adventssonnatg als Shoppingtermin entdeckt zu haben.
Im Frühjahr hatte ich auf Wo ist O. hingewiesen, jetzt gibt es passsend zu Saison Wo ist W. und ich bin mittendrin es zu lösen. Diesmal gibt es nur einen iPod Nano zu gewinnen, aber mal sehen, vielleicht hab ich diesmal ja mehr Glück!
Nein, wie schon in meinem letzten Beitrag zum Lokführerstreit geht es weiniger um die Lage zwischen Bahn und GDL sondern auch wieder um Lukas den Lokomotivführer, der wie bereits erwähnt ja nicht streikt!
Nun ist mir nämlich Samstag beim Besuch des Kieler Weihnachtsmärchens aufgefallen, das die Ursache für die Abenteuer von Lukas und Jim Knopf durchaus im Eisenbahnstreik liegt. Denn König Alfons der Viertelvorzwölfte möcht die Eisenbahn abschaffen, um Jim Knopf ausreichend Wohnraum bieten zu können und dieser Abschaffung entziehen sich Lukas und Emma durch Flucht.
Allerdings gelingt es ihnen am Ende ja doch, durch Landgewinnung die Probleme zu lösen.
Was das Kieler Weihnachtsmärchen angeht, muss man sagen, eine sehr gelungene Inszenierung. Das Bühnenbild kann überzeugen und läßt der Phantasie ausreichend Spielraum, die Darsteller wirken Glaubwürdig und die Geschichte wird spannend erzählt.
Einzig die Musikstücke von Konstantin Wecker können mich nicht überzeugen.
Das Publikum klatsch in stadelmanier im Viervierteltakt zu Schlagermelodien mit albernen Texten, die weder handlungstragend sind, noch scheinbar bei den Kindern besonders gut ankommen. Das die Musik vom Band kommt trübt den Eindruck noch zusätzlich. Alles in allem aber eine gelungene Aufführung.

Ich selber werde es leider nicht schaffen nach Lübeck zu kommen, möchte diese Termine aber trozdem allen Lesern ans Herz legen:

Joachim wünsche ich für die Veranstaltung viel Er-Volk und alle anderen Leser verweise ich auf derneuntenovember.de
Wie die Analysten von Media&Things , die sich auf interkulturelle Kommunnikation spezialisert haben, laut PC Professionell berichten, sei das iPhone für deutsche Türken eher uninteressant. Das ist natürlich schon ärgerlich, wenn Apple die krassesten Handykäufer einfach so außen vorlässt. Aber naja. Mit diesen edel gestylten Telefonen ist da natürlich auch nichts zu machen. Kein Gold, keine Edelsteine und in der Türkei kann man das Telefon bislang auch nicht nutzen.
Dafür das das iPhone am Freitag in Deutschland nicht so einschlagen wird, wie in den USA, hat Apple ja schon durch UMTS-Verzicht, 1:1 Umrechnung des Dollarpreises und der T-Mobile Partnerschaft gesorgt. (auch wenn fraglich bleibt, ob das Angebot bei anderen Anbietern günstiger geworden wäre). Außerdem lässt es sich exklusiv nur in T-Punkten oder im Onlineshop der Telekom kaufen, der Apple-Handler des Vertrauens bleibt auße vor. Aber 50 € für einen Handytarif finde ich echt heftig, vor allem wenn das Telefon selber dann noch 399 € kostet. Gravis hat sich übrigens seit bekanntgabe dieses Exklusivvertrages noch nicht wieder wegen des iPhone-Gewinnspiels gemeldet, was sie vorher in regelmäßigen abständen getan hatten.
Zum Paul Gerhard Jahr gibts ja Höhepunkte am laufenden Band. Das hier ist aber ein echter Knüller:
Paul Gerhard war in der Hölle! Da hat ihn zumindest Peter Hahne gesehen, denn:
Während heute vieles „auf den Wellness-Wolken des großen Halleluja“ daherschwebe, seien Gerhardts Choräle „keine bestellten Strohfeuer-Lieder aus dem Computer, sondern erkämpfte Glaubens-Gesänge aus dem erlittenen Feuer der Hölle“.
Was Paul Gerhard in die Hölle gebracht hat, bleibt fraglich, aber auch die sonstigen Anspielungen auf Computermusik und Strohfeuer-Lieder sind schon Super.
Aber Peter Hahne kann noch mehr, denn auch Seitenhiebe auf Fundamentalismuskritik und Mode-Spiritualität bleiben nicht aus. Sogar der Begriff Leitkultur fällt. Das Magazin für Theologie und Ästhetik meint:
Peter Hahne, Fernsehmoderator und Galleonsfigur der evangelikalen Rechten, ist immer für eine Überraschung und vor allem für sprachliche Entgleisungen gut. Warum man auch immer dem Protestantismus ein ausgefeiltes Verhältnis zur deutschen Sprache unterstellt, Peter Hahne hat davon nichts mitbekommen.
„Während die modernen Anbiederungen – vom frommen Ohrwurmgeplärr bis zur ‚Bibel in selbstgerechter Sprache’ – schnell unter den Wanderdünen des Zeitgeistes versandet sind, haben Paul Gerhardts geistvolle Gesänge seit Jahrhunderten weltweit Verächter wie Verfechter des Christentums bewegt und getröstet,“
meint Peter Hahne, ich hoffe auch seine Äußerungen werden den “Wanderdünen des Zeitgeistes” (Super Metapher übrigens!) zum Opfer fallen.
Paul Gerhard sagt:
Dem Herren mußt du trauen, wenn dir’s soll wohlergehn; auf sein Werk must du schauen, wenn dein Werk soll bestehn. Mit Sorgen und mit Grämen und mit selbsteigner Pein läßt Gott sich gar nichts nehmen, es muß erbeten sein.
Vielleicht sollte man sich lieber mal daran orientieren, als so verbal um sich zu schlagen!
[Gefunden bei tà katoptrizómena, Quelle: Idea]
feiert die Süddeutsche Zeitung und zeigen ein “Best (oder sollte man sagen Worst) of”. Scheinbar haben die Medien das 50. Jubiläum auch bemerkt und zur Feier dieses Anlasses das Winter-, Frühjahrs- und Herbstloch erfunden. Oder kommt es nur mir so vor, dass wir dieses Jahr auch ausserhalb des Sommers reichlich löchrige Nachrichten bekamen? Naja, vielleicht lag’s ja auch daran, dass wir in diesem Jahr keinen richtigen Sommer hatten. Oder die große Koalition ist schuld. Einer wird’s schon gewesen sein.
Etwas verspätet aber dennoch sind wir gestern in die Strandsaison gestartet. Will heißen: zum ersten mal in diesem “Sommer” einen Nachmittag am Strand liegen und baden. Das ganze habe ich auch (fast) ohne Sonnenbrand überstanden. Es rentiert sich halt doch da zu leben, wo andere Urlaub machen!
So, jetzt im Nachtrag noch die Temeraturen: 24℃ die Luft und 18℃ das Wasser (laut DLRG-Kreidetafel). Da kann man sich nicht beschweren (aber reichlich jammern beim ersten baden).
Gestern war, wie Thomas Matterne auch schon würdigte, der Gedenktag Maria Magdalenas. Eine schöne Zusammenfassung ihrer Vita mit tollen Bildern von Leonardo Da Vinci und Rembrand bietet das Heiligenblog des Ökumenischen Heiligenlexikons. Mir persönlich fallen zu Maria Magdalena, neben ihrer Ehefrau- und Mutterrolle in diverser “Jesus-Literatur” vor allem zwei Dinge ein:
Dieses Lied
und das Buch von Luise Rinser, die das Leben Marias in biographischem Stil darstellt. Sehr lesenswert!










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