Damit meine ich vorallem erstmal mich und meine Kollegen, nicht die Nationalmannschaft. Die Fahren heute zwar auch nach Berlin (was für ein günstiges Zusammentreffen der Termine) aber wir fahren nicht um uns über den 2. Platz im Fußball zu freuen, sondern um die Wirkungsstätten Schleiermachers zu besuchen.
Später mehr…
Nicht nur, dass die bei den Tagesthemen Schwierigkeiten mit der Deutschlandfahne haben (wobei ich fast glaube, da hat sich jemand einen Spass erlaubt) 
oder Ballak uns ins Viertelfinale geschissen hat , meint auch Gerhard Delling:
“Wir haben die deutsche Mannschaft ja heute schon über den grünen Klo gelobt.”
Fernsehn sorgt eben immer wieder (auch unfreiwillig) für Unterhaltung.
Man könnte ja auch noch mal nachdenken, ob zwischen dem Lob des grünen Klos und dem Schiß ins Viertelfinale vielleicht ein exkrementeller Zusammenhang besteht. Aber das führt zu weit, glaube ich.
Nun kann man nur hoffen, dass das Halbfinalspiel gegen die Türkei kein Griff ins Klo wird.
Nachtrag: Das Halbfinale war zum Glück kein griff ins Klo, dafür aber das YouTube-Video. Und dabei kam ne menge brauen Zeugs mit hoch. Deshalb jetzt nur noch das BILD-Bild vom Bildblog mit dem Link dorthin.
Der Schwedische Pianist Esbjörn Svenson, Namensgeber des Esbjörn Svenson Trios, starb am Samstag bei einem Tauchunfall. Die Süddeutsche Zeitung schreibt dazu:
Manche Meldungen erwischen einen so hart, als sei man gegen einen Betonpfosten gelaufen. Esbjörn Svensson. Das ist doch der große Athlet des Jazz, der Mann, der immer mit Handtuch um die Schultern auf die Bühne kam und selbst nach der dritten Zugabe noch aussah, als sei er 25 und gerade von einem Dauerlauf nach Hause zurückgekehrt. Esbjörn Svensson ist am Samstag gestorben.
Und zumindet den ersten Teil der Nachricht kann ich gut nachvollziehen.
Deshalb jetzt hier: “When God created the Coffeebreak” (Ein schöner Titel für einen Song übrigens.
Ich hoffe Esbjörn Svenson wird jetzt Kaffeepause mit Gott machen.
Nachdem ich ja schon am Freitag die BILD für ihre Schlagzeile gelobt hatte nun heute noch ein Nachtrag:

Auch dies ist doch eine gelungene Schlagzeile. Man möchte jedoch erinnern, dass alles ein Ende habe, die Wurst aber bekanntlich zwei. Also hoffen wir mal, dass wenn es dan heute Abend um die Wurst geht, wir Deutschen nicht den kürzeren ziehen.
Man kann ja vieles an der BILD aussetzen, aber die Schlagzeile der heutigen BILD ist mal wieder eine gelungene Wortkreation: Kroatastrophe
Seit “Rudi hau die Saudi” bestimmt eine der besten Fußball-Schlagzeilen.
Man ist jetzt schon gespannt, was nächste Woche kommt (nicht nur spielerisch meine ich).
Beim lesen des Luther-Artikels in der Times bin ich auch auf die Bildstrecke: Top twenty religious t shirts gestoßen.
Haupstsächlich handelt es sich natürlich um die Klassiker: veränderte Firmenlogos, wobei mir einige, etwa das mySpace-T-Shirt gut gefallen. Mein Favorit ist aber das rechte:


Auch andere Religionen haben aber schöne Hemden und “Pope my Ride” könnte eine gute Alternative zum Cabrio sein in unserm regnerischen Norden.
Wem die Pseudo-Hebräisch Schrift so gut gefällt wie mir, kann sie sich übrigens hier downloaden.

Am Dienstag war ich in Hamburg im Bucerius-Kunstforum in der Ausstellung: “Schrecken und Lust. Die Versuchung des Heiligen Antonius von Hieronymus Bosch bis Max Ernst”.
Eine sehr sehenswerte Ausstellung! Auch wenn die Bilder doch häufig recht kleinformatig sind, gibt es doch reichlich zu sehen.
Deutlich sieht man, wie die Geschichte der Versuchung des Heiligen Antonius Künstler über die Jahrhunderte hinweg inspiriert hat sich mit Alptraumwesen und (vor allem sexueller) Versuchung auseinanderzustezen.
Gerade im Bereich des Sexuellen scheinen sich hier die Themen: Kirche als Hauptauftraggeber von Kunst und Nackte Frauen als Bildthema günstig zu berühren. Man kann eben ein “heiliges” Thema bearbeiten und doch erotische Kunst schaffen.
Einen guten Einblick in die Ausstellung und den Ausstellungsraum bietet die Homepage des Bucerius-Kunstforums.
Die Ausstellung läuft noch bis zum 18. Mai und der Eintritt ist günstig!
Thomas Matterne wirft ein Bücherstöckchen weiter, am Menschen die mehr als 10 Bücher besitzen. Die hab ich wohl. Bei der Beantwortung fällt auf, dass man seine Profession doch nicht verbergen kann:
1. Welches Buch vermeidest Du instinktiv zu lesen, obwohl Du nur lobende Besprechungen gesehen hast?
-Sehr viele…
2. Wenn Du drei Charaktere für eine gemeinsame Unternehmung oder Begegnung lebendig machen dürftest, welche wären das und wofür würdest Du sie zusammenholen?
- Nunc aus Adrian Plass’s: Ein Ausserirdischer im Kirchenschiff einfach um mit ihm zusammen zu sein
- Sokrates um mit ihm über die Unsterblichkeit der Seele zu reden
- Vigilius Haufniensis um den Begriff Angst zu verstehen
3. (Um ganz schamlos eine Idee aus Jasper Ffordes Thursday Next-Romanen zu verwenden): Man sagt Dir, Du könntest erst sterben, nachdem Du den langweiligsten Roman auf Erden gelesen hast. Es ist zwar ganz schön, unsterblich zu sein, aber irgendwann ist es doch an der Zeit zu sterben. Welches Buch, meinst Du, beschert Dir einen angenehmen Tod?
“Self-Improvement Through Total Inactivity” von Jim Gleeson könnte einwürdiger Kandidat sein.
4. Gib’s zu, wir haben es doch alle schon gemacht! Bei welchem Buch hast Du angedeutet oder vorgegeben, Du hättest es gelesen, obwohl Du es weder vor- noch hinter Dir hattest?
-Rudolf Otto: Das Heilige
5. Du bewirbst Dich als Offizieller Leseberater für eine v.i.p. (die kein großer Leser ist). Was wäre das erste Buch, dessen Lektüre Du empfiehlst und warum?
-Die Bibel, das sollte man gelesen haben.
6. Die gute Fee kommt und gewährt Dir einen Wunsch: Du darfst Dir eine Fremdsprache aussuchen, die Du beim Lesen perfekt verstehen wirst. Welche wählst Du?
-Definitiv Latein
7. Die böse Fee kommt und sagt, Du müsstest Dir ein Buch aussuchen, das Du von jetzt an einmal im Jahr lesen musst – bis ans Ende Deiner Tage. (Andere Bücher darfst daneben auch lesen.) Welches wählst Du?
-Die Bibel
8. Das Bloggen über Bücher erweitert den Lektüre- und Bücherhorizont. Was hast Du durch Blogschreiben und -lesen entdeckt?
-Das andere viel mehr lesen als ich!
9. Die gute Fee kommt noch einmal vorbei – Du darfst Dir Deine Traumbibliothek zusammenstellen. Wie sieht sie aus? Lederrücken? Erstausgaben? Uralte Taschenbücher? Oder ein paar signierte Werke? Ruhig drauflos gewünscht!
-Viele Lexika, Die Weimaraner Lutherausgabe, Schleiermachers Predigten in Originalausgaben und dazu selbstverständlich das passende Regal mit Rollleiter und den Raum dazu.
Beim Thema Theologie und Metaphorik bin ich ja immer gern dabei. Da macht auch dieses Fundstück bei medienlese.com über den ewigen Kampf zwischen Bloggern und Journalisten keine Ausnahme. Der Artikel selbst ist schon spannend zu lesen, aber er gewinnt für mich noch einen besonderen Reiz durch die zahlreiche theologische und andere Metaphorik.
Denn “am Anfang war das Wort”, welches sich dann in einem “Erweckungserlebnis” ins Web verirrte, dort aber von der Presse beschrieben wird wie einst “die Hölle durch die Pastoren”. Aber auch die sonstigen Metaphern sind nicht von schlechten Eltern, wenn z.B. Nachbars Dackel am Waldrand des Web2.0 erlegt wird.







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